Warum Biolebensmittel nicht zu teuer sind…

Eine Studie der Uni Augsburg ist der Frage nach den versteckten Kosten unserer Nahrungsmittel auf den Grund gegangen – dabei kam heraus, dass Lebensmittel eigentlich sogar viel zu billig sind, weil viele Kosten nicht auf die Erzeuger – und Ladenpreise umgelegt werden, sondern weil die Allgemeinheit dafür aufkommen muss. Egal, ob man Bio – Lebensmittel einkauft oder konventionell erzeugte.
Der Festivalveranstalter Tollwood aus München und die Schweisfurth- Stiftung haben die Studie mit dem Titel „ How much is the dish?“ gemeinsam finanziert.
Darin wurden drei Hauptfaktoren und deren Umweltfolgen in den Mittelpunkt gerückt: Stickstoff, Treibhausgase und Energieerzeugung. Das Ergebnis war, dass die meisten verdeckten Kosten von der konventionellen, industrialisierten Landwirtschaft verursacht werden. Konventionell erzeugtes Fleisch müsste daher eigentlich das Dreifache dessen kosten, was es den Verbraucher im Laden kostet, konventionelle Milch eigentlich das Doppelte. Aber die Politik sorgt dafür, dass Lebensmittel möglichst billig verkauft werden, dabei geben wir in Deutschland so wenig von unserem Einkommen für Lebensmittel aus, wie in keinem anderen industrialisierten Land. 2017 waren es 13,9 % des Einkommens, um 1850 gaben die Menschen noch 61 % ihres Einkommens für Lebensmittel aus.

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